Sonntag, 16. Februar 2014

[Rezension] Das Wunder des Pfirsichgartens



- Broschiert -

Autorin: Sarah Addison Allen
Verlag: Goldmann Verlag

Originaltitel: The Peach Keeper
Erscheinungsdatum: 20. Januar 2014

ISBN-13: 978 - 3442479511
Seitenzahl: 288 Seiten
Preis: 8,99€

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> In einer idyllischen Kleinstadt in North Carolina führt Willa Jackson einen gemütlichen Laden, der mit herrlichem Gebäck und Kaffee lockt. Dann allerdings gerät ihr Leben ziemlich durcheinander, als die alte Villa, die einst im Besitz der Jacksons war, renoviert wird. Plötzlich flattert ihr mit der Einladung zur Neueröffnung nicht nur ein Mann ins Haus, sondern auch die umtriebige Paxton Osgood, die den Umbau leitet. Zusammen entdecken die beiden jungen Frauen im Garten des Anwesens ein Familiengeheimnis, das allerlei wunderliche Dinge in Gang bringt...<


Sarah Addison Allen wurde in Asheville, North Carolina, geboren, wo sie Literaturwissenschaft studierte und auch heute noch lebt. Gleich mit ihrem ersten Roman, "Mein zauberhafter Garten" gelang ihr ein großer New York Times-Bestseller.

Ein weiterer, von mir rezensierter, Roman der Autorin: Die Mondscheinbäckerin


Willa Jackson lebt in Wall of Waters, North Carolina, ein eher zurückgezogenes Leben, ihre Freitagabende verbringt sie mit Wasch-Party's und das Sortieren ihrer Socken ist quasi ihr wöchentliches Highlight. 
Obwohl sie nie wieder in das Städtchen zurückkehren wollte, wird sie nach dem plötzlichen Tod ihres Vaters sesshaft und eröffnet ihr eigenes Outdoor-Sportgeschäft. 
Jeden Morgen, bevor sie sich auf den Weg zur Arbeit macht, besucht sie ihre demente Großmutter Georgie.

Auch Paxton Osgood schaut jeden morgen bei ihrer Grandma vorbei. Doch die blinde Agatha ist das krasse Gegenteil von Georgie. Sie treibt nicht nur die Schwestern, sondern auch ihre Enkelin mit ihrer vermeintlich bösen Ader in den Wahnsinn. Dabei will Paxton doch nur Gutes, sie möchte den beiden Damen zu Ehre, die seit ihrer Jugend befreundet waren, das alte heruntergekommene "Madam" restaurieren und das 75-jährige Bestehen des Damenklubs feiern. 

Während sich Paxton in die Vorbereitungen stürzt, versucht Willa auf Teufel komm raus, die Einladung des Klubs zu ignorieren. Beide Frauen ahnen bei ihren Beschäftigungen nicht, das unter dem "Madam" ein Skelett liegt, das bald schon ihr beider Leben aus den Fugen reißt....

Das Cover wirkt zwar recht schlicht, aber sommerlich frisch und passt rein optisch natürlich hervorragend zum Titel. 

Ich liebe Sarah Addison Allens Schreibstil, denn sie hat ein großartiges Händchen dafür, eine magische Stimmung zu erschaffen, die den Leser fesselt und zum Träumen einlädt. Bereits nach wenigen Seiten ist man komplett gefangen und möchte das Buch auf keinen Fall mehr aus der Hand legen.

Einer Freundin gegenüber hab ich es erst kürzlich wie folgt beschrieben:
"Kennst du diesen einen Film mit Sarah Michelle Gellar, in dem sie ne Köchin ist und alle mit ihrer Vanille verzaubert ? Da wabert dann überall Nebel und die Leute sind hin und weg.....so sind die Bücher von Sarah Addison Allen...einfach nur zauberhaft."

Schon mit der "Mondscheinbäckerin" hat sie mich komplett verzückt und mit "Das Wunder des Pfirsichgartens" legt sie die Latte noch ein Stück höher, denn was auf den ersten Blick wie eine sommerliche, leichte Liebesgeschichte wirkt, geht direkt ins Herz, ist überraschend tiefgründig und vielseitig ! 

Obwohl Willa und Paxton gemeinsam zur Highschool gegangen sind, waren sie nie wirklich befreundet. Willa gehörte seinerzeit eher zu den Freaks und hat mit ihren Streichen für eine Menge Aufregung gesorgt, während Paxton, von ihrer Mutter noch heute überbehütet, die typisch amerikanische Vorzeigetochter war. 
Jetzt, als die beiden erwachsen sind, und dieses ominöse Skelett und auch zwei junge Männer auftauchen, die eigentlich schon immer da waren, beginnen die beiden plötzlich an einem Strang zu ziehen und zumindest der Sache mit dem Toten auf den Grund zu gehen. Überraschend hierbei ist, das Agatha viel mehr weiß, als sie zuerst verrät.

Ich möchte gar nicht so sehr auf den Inhalt eingehen, denn das Buch ist mit seinen 288 Seiten eigentlich viel zu kurz, zumindest für meinen Geschmack. 
Was ich jedoch loswerden muss, ist meine Begeisterung für die Handlung, denn ich dachte wirklich, ich würde "nur" eine Liebesgeschichte lesen und war umso überraschter, als es immer neue Facetten gab, mit denen ich nicht gerechnet habe. Es geht um Freundschaft, um Vertrauen, aber auch um die Suche nach dem eigenen Ich, das "über seinen Schatten springen" und "sich durchsetzen" um im eigenen Leben bestehen zu können. 

Abgerundet wird die Geschichte durch die detaillierten Kulissen und die liebenswerten, signifikanten Protagonisten. Jeder hat seine Eigenarten und wirkt auf mich gerade deshalb besonders sympathisch und echt. 

Sarah Addison Allen ist für mich eine Wort-Magierin, die mich mit ihren Geschichten verzaubert und mit ihrem dritten Roman, der wahrlich zu Herzen geht und mit liebenswerten Protagonisten und überraschendem Tiefgang überzeugt, endgültig auf die Liste meiner liebsten Autoren gewandert ist. 












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